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Osík (Wossy) - Zmizelá osada Osík v bývalém klášterním panství Kladruby

Přispěl: Klodrauer Schorsch

Die erste schriftliche Erwähnung des Landgutes Ossyc (Wossy) stammt aus einem im Kloster Kladrau auf Pergament ausgefertigten Kaufbrief (latein) vom 11. Dezember 1334. Mit diesem Kaufbrief überließ Abt Bohuslaus (1318-1334) acht Lahn Grund an sieben Bürger der Stadt Kladrau nach deutschem Rechte gegen einen von jeder Hube mit 32 Prager Groschen jährlich zu entrichtenden Zins. Der böhmische Name (Osik, Osek) bezeichnet einen umzäunten Platz für das Vieh; es ist anzunehmen, dass die Fläche nach der Rodung des Waldes zunächst als Hürde, Pferch genutzt wurde.
Durch Teilungen der Grundstücke stieg die Zahl der Mitbesitzer mehr und mehr, so dass im Jahre 1713 schon 53 Parteien das Landgut Wossy besaßen. Der Name des Landgutes findet sich in den alten Urkunden immer wieder in verschiedenen Formen und Schreibweisen. Es ist anzunehmen, dass dieser oft nach Gehör niedergeschrieben wurde, oder es auf unzureichende Sprachkenntnisse des Schreibers zurückzuführen ist. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Ortsname und dessen ursprüngliche Bedeutung nach der Bebauung jenes Landstriches im Verlaufe der Zeit verloren ging. Der von den westböhmischen Slawen in volkstümlicher Weise mit vorgesetztem W ausgesprochene Name wurde den Deutschen als „Wossy“ überliefert und findet sich in dieser Gestalt in den späteren Urkunden als Bezeichnung der auf diesem Landgute entstandenen Siedlung. Wann das Landgut Wossy vom Erdboden verschwand, ist nicht mehr bekannt. In einem Urbar (historisches Güter- und Abgabenverzeichnis) des Kladrauer Stiftes von 1589 wird die Ortschaft „Wosy“ als eine Öde (unfruchtbares, unwirtlliches Land) bezeichnet. In der „I. militärischen Mappierung 1780-1783 (Josephinische)“ findet das Landgut keine Erwähnung mehr, was darauf hindeutet, dass es diese Siedlung im 18. Jhd. nicht mehr gab. Die Ursache für den Untergang des Landgutes Wossy mag also die Tatsache sein, dass die Gründe dort auf einem wasserharten, toten und stark sandigen Boden situiert sind. Jedoch blieb im Volksmund der alten deutschen Bewohner (dialektische Form Wuassa) bis 1945 der Name über eine Flur erhalten. Diese Flur lag ca. 3 km südwestlich von der Stadt Kladrau entfernt. Im Katasterplan von 1838 führt die Gegend die Bezeichnung „Loh“ (von Kladrau in Richtung Brod). Wenzel Mayer schrieb hierzu im Jahre 1896 „...Dieser Ortsname hat sich nachdem die Niederlassung längst eingegangen, und die letzten, vor einigen Jahrzehnten noch sichtbar gewesenen Spuren denselben, wie Bausteine, Mauerreste u. dgl. verschwunden sind.“ Das bedeutet, dass die letzten Spuren des Landgutes Wossy noch bis zur Mitte des 19. Jhd. sichtbar waren.
Dies weckte in mir das Interesse auf, die Stelle ausfindig zu machen und vielleicht einige Reste dieser verschwundenen Siedlung zu finden.
Ich entdeckte eine kleine „Insel“ im Feld, mit Bäumen bewachsen. Dort erkannte ich im hohen Gras direkt klare Mauerreste (siehe Fotos). Einige Meter östlich dieser Stelle befindet sich ein Teich mit einem Bach im Tal am Rande des bewaldeten Nastenbergs. Im Wald sind noch Reste der alten Hohlwege zu erkennen. In der Nähe befanden sich auch kleine Steinbrüche (Granit) und Sandgruben aus dem 18. und 19. Jhd.

Georg Pelanek

Vloženo: 25.8.2022



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