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Unterhals (Dolní Halže) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Der Ort Unterhals befand sich im oberen Teil des steilen Abhangs, entwässert durch den Kleinthalerbach, ca 0,5 km südlich vom Ort Oberhals, zu dem er lange Zeit gehört hat. Seine Seehöhe war 675 m. Im 15. Jahrhundert bildeten beide Halse eine einzige Siedlung, die Halzie, Hals oder Hrdlo genannt wurde. Im 16. Jahrhundert werden beide „Dörfer horzeyssi und doleyssy erwähnt, die die Benennung Hrdlo, sonst Hals“ tragen. Im Jahre 1628 waren es schon die Orte Oberhals und Unterhals. Die tschechische Benennung entstand aus der deutschen.

In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts stand an der Stelle des späteren Unterhals einer den Schönburgs gehöriger Eisenhammer. Zu Zeiten der Hussitenkriege wurde dieser vernichtet. Später stand an seiner Stelle eine Hammermühle. Der erste schriftliche Bericht über die Existenz von Unterhals ist wahrscheinlich erst im Vertrag aus dem Jahre 1431, womit die Vetter Aleš und Vilém von Schönburg die Pürsteiner Herrschaft teilten. Den Ort Hals bekam Vilém, aber der hat schon im Jahre 1449 diesen an Vilém von Ilburk verkauft. Auch der hat den Ort Hals nicht lange behalten, im Jahre 1453 sind Eigentümer von Hals und der Schönburger Herrschaft, zu deren Hals gehörte, die Fictums geworden. Nach einigen weiteren Eigentümern kauften die Schlicks im Jahre 1628 die Kupferberger Herrschaft samt Hals. Die haben alles an ihre Herrschaft Hauenstein angegliedert. Die verbundenen Höfe Hauenstein-Kupferberg, zu denen beide Hals gehörten, haben dann einige Male ihren Eigentümer gewechselt, bis diese im Jahre 1839 die Gräfin Gabriela Buquoy, Eigentümerin der Herrschaft Pressnitz und Rothenhaus, gekauft hat.

Die ursprünglichen Häuser von Unterhals standen zerstreut in der Talenge, die Bergleute haben ihre Häuser direkt an den Schächten oder Stollen gebaut. Zu Bergbauzeiten herrschte hier fast Wohlstand, den aber der Dreißigjährige Krieg beendet hat. Im Jahre 1654 lebten hier nur noch 8 Häusler und ihren Lebensunterhalt gewährleistete meistens nur der Wald. Die Männer arbeiteten als Holzfäller oder sie haben Holz transportiert, die Frauen und Kinder sammelten Waldfrüchte. Zu Hause wurden dann Posamente gefertigt und Spitzen geklöppelt.

Um das Jahr 1800 wurde zu Unterhals der Nachbarort Gisselbach, manches Mal auch Kieselbach genannt, angeschlossen. Dieser lag auch am Kleinthalerbach.

Nach dem Jahre 1800 ist in der Umgebung erneut Eisenerz gefördert worden, aber nur noch an zwei Stellen - südwestlich von dem Ort entfernt, unweit von Rödling und in Wisset, wo man auch schon im 18. Jahrhundert kurz förderte. Bis zum Jahre 1847 hat man hier durchschnittlich 200 Tonen Erz jährlich gefördert, danach begann die Förderung zu sinken. Im Jahre 1847 war der Schacht Josef in Betrieb und in dem Dorf waren auch 2 Mühlen.

Bis zum Jahre 1905 gingen die hiesigen Schulkinder zur Schule in Oberhals, danach wurde hier eine einklassige Schule geöffnet. Im 20. Jahrhundert sind die meisten Einwohner zur Arbeit in die Umgebung gefahren und allmählich begannen die Menschen näher zu ihren Arbeitgelegenheiten umzusiedeln. Im Dorf gab es keine elektrische Beleuchtung, keine Wasserleitung. Das Gasthaus mit seinem Tanzsaal prosperierte aber, genauso wie 2 Mühlen mit Bäckereien und das Sägewerk.

Am Anfang der 60er Jahre, als Unterhals erlosch, gehörte dieses schon seit dem Jahre 1950 zur Gemeinde Kupferberg. In ihrem Kataster wurde auch eine Sommersennhütte erbaut, wohin das Staatsgut im Frühjahr das Vieh zur Weide trieb.

Eingegeben: 15.4.2005



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