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Jurau (Jírov) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Das Dorf Jurau lag ungefähr 6 km südlich von Duppau, an der Lehne des Burgstadls Bergs, auf einer Seehöhe von 840 m. Das Dorf wurde auf einem typischen kreisrunden Grundriss erbaut. Auf dem Dorfplatz befand sich ein Teich, ein Brunnen, eine einklassige Schule und das Spritzenhaus, ein Denkmal für die Opfer des 1. Weltkrieges vom Jahre 1929 und eine Holzkapelle, deren Glocke täglich zu Mittag und zu Abend geläutet wurde.

Das Dorf wurde mit Strom nicht versorgt und eine Wasserleitung hatte nur ein Gutshof. In zwei Gemeindebrunnen gab es immer genug Wasser, obwohl die übrigen Brunnen ihr Wasser zeitweise verloren. Das Katastralgebiet nahm die Fläche von 675 ha ein, davon fast die Hälfte Wälder und ein Viertel Wiesen und Weiden waren. Das raue Klima, das im höher gelegenen Dorf Jurau herrschte, ermöglichte nicht, Getreide und Obstbäume anzubauen. Im ganzen Dorfe wuchsen nur 8 Obstbaumwildlinge. Jurau war das höchst gelegene Dorf auf dem Duppauer Gebiet. Im Winter kam es oft dazu, dass wegen großer Schneeverwehungen das Dorf ohne Verbindung mit seiner Umwelt blieb. Im Unterschied zu der Mehrheit der Duppauer Alleen wurden die hiesigen Straßen von Ebereschen umgeben.

Die erste Nachricht über Jurau stammt aus dem Jahre 1288, als das Dorf Odolen von Chýš und Heinrich von Jurau besaßen. Im folgenden Jahre wurden schon 4 Besitzer von Jurau angegeben: Přibyslav von Očichov, Heinrich und Gottlob von Jurau und Beneš von Duppau. Die hiesige Feste wurde zum ersten Mal im Jahre 1450 erwähnt, als sie und das Dorf Jan Duppauer von Duppau und Jurau besaß. Schon zum Ende des 15. Jahrhunderts wurde Jurau mit der Feste in die Duppauer Herrschaft eingereiht. Damit blieb die Festung verlassen und mit der Zeit verödete sie.

Die Steuerrolle vom Jahre 1654 führt an, dass in Jurau 3 Bauern und 7 Häusler lebten und dass es hier 2 verlassene Häuser gab. Die übrigen Häuser befanden sich in gutem Zustand, der Stand der Kornfelder war schlecht. Die Steuerrolle sagt noch, dass die wichtigste Tätigkeit der Einwohner das Holzfällen und das Spinnen waren.

Sommer führt in seiner Topographie vom Jahre 1847 an, dass es in Jurau 25 Häuser, 150 Bewohner und ein Wirtshaus gab. Der herrschaftliche Meierhof Neuhof, auch Ödhof genannt, war eine halbe Stunde nördlich von der Gemeinde entfernt. Am Rande des Waldes, nicht weit von diesem Meierhof, blieben noch die Gebäudereste der ursprünglichen St. Adalberts Kirche, und weiter noch die Reste einer Burg. Ein Stückchen höher, auf einer Wiese, sind die Spuren einiger Gebäude und einer Mühle. Leider ist nichts Genaueres über diese Kirche bekannt, nur ist interessant, dass bis zum Jahre 1945 ein Flurnamen sich „Im Kloster“ nannte. Es ist zu vermuten, dass Jurau zu den Dörfern „um St. Adalbert“ gehörte, die in der Vermögensaufnahne der Herrschaft Duppau im 16. Jahrhundert angegeben wurden.

Den wesentlichen Lebensunterhalt hiesiger Einwohner bildeten die Viehzucht und die Waldarbeit. Nach dem Adressbuch vom Jahre 1924 gab es hier 22 Bauerngüter, davon 4 größere, 2 Wirtshäuser, eine Tabaktrafik, eine Schmiede, ein Lebensmittelgeschäft. Die Metzgerei gab es aber in Rednitz oder in Duppau. Die Pfarrei, Post und Einsenbahstation gab es in Duppau. Der unregelmäßige Schulunterricht begann in Jurau im Jahre 1829, das Schulgebäude NC 30 wurde aber erst im Jahre 1861 errichtet.

Seit dem Jahre 1850 war Jurau eine selbständige Gemeinde, mit Ausnahme des Zeitraums von 1868 bis 1880, als es zur Gemeinde Rednitz gehörte. Die zwangsweise Aussiedlung der deutschen Bevölkerung erfolgte im Anschluss an das Kriegsende im Jahre 1945 und weiter. Die zweite Aussiedlung verlief im Zusammenhang mit der Errichtung eines Truppenübungsplatzes in der 2. Etappe, d. h. zum 31.8. 1953.

Eingegeben: 15.4.2005



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poloha panského dvoru Neuhof [werner horský 28.12.2012 18:25] | Reagieren
panský poplužní dvůr Neuhof byl půl hodiny na západ a ne na sever.
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