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Märzdorf (Menhartice) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Der Ort Märzdorf lag am rechten Ufer des Märzdorfer Baches auf einer Seehöhe von 725 m. Märzdorf war von Komotau 10 km in nordwestlicher und von Sebastiansberg 3 km in ostsüdöstlicher Richtung entfernt. Der Kataster hatte ein Ausmaß von 506 ha.

Die ersten Ansiedler waren Köhler und deren Behausungen standen mehr in westlicher Richtung. Die Wassernot hat sie gezwungen, ihre Siedlung weiter nach unten ins Tal zu verlegen.

Das Dorf bestand aus zwei Teilen: in dem älteren standen die Häuser um den Dorfplatz herum, auf welchem später, erst im Jahre 1850, eine dem heiligen Florian eingeweihte Kapelle aufgebaut wurde. Die Häuser im neueren Teil umsäumten die Straße, die vom Dorfplatz in südöstlicher Richtung zu einem der drei Märzdorfer Teiche führte. Um den Dorfplatz herum gab es Bauernhöfe. In Häusern entlang der Straße wohnten Bahn- und Waldarbeiter.

Die erste bekannte Erwähnung über Märzdorf stammt aus dem Jahre 1281 und das Dorf hieß damals Meinhardesdorf. Deren damaliger Inhaber Chotěboř von Retschitz hat dieses und andere Dörfer an den Orden deutscher Ritter in Komotau übertragen. Denen gehörte das Dorf bis zum Jahre 1411, als hier die Ära dieses Ordens endete und ihr Eigentum vom König beschlagnahmt wurde. Die nächsten Inhaber der Komotauer Herrschaft, zu welcher Märzdorf bis zum Jahre 1850 gehörte, waren verschiedene Eigentümer, von denen die wichtigsten die Weitmühle und Lobkowitz waren. Im Jahre 1605 kaufte sich die Stadt Komotau aus der Untertänigkeit frei. Sie durfte auch den vom König beschlagnahmten Teil der ehemaligen Herrsehaft des Georg Popels von Lobkowitz aufkaufen. Märzdorf gehörte zu dem Teil, den Komotau auch aufkaufte. Im Jahre 1654 gab es hier 13 Bauern. Davor waren zwei Bauernhöfe öde und weiter haben hier 4 Häusler und ein Taglöhner gelebt. Im Jahre 1787 hatte Märzdorf schon 32 Häuser und bis zum Jahre 1895 stieg deren Zahl auf 41. Die Hausnummern 37 und 38 waren Wächterhäuser auf der Strecke von Krima nach Reitzenhein.

Die Viehzucht, die den Märzdorfern schon im 17. Jahrhundert neben der Waldarbeit die hauptsächliche Ernährungsquelle leistete, hat sich im 19. Jahrhundert stark erweitert. Weideland war genügend vorhanden, doch die Landwirtschaft konnte die hiesigen Einwohner sowieso nicht ernähren. Hier konnten nur Kartoffeln, Kraut und Rübenkohl, in kleinerem Maße auch Hafer und Roggen angebaut werden. In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts hat sich in Märzdorf, genauso wie in den umliegenden Dörfern, der Leinenanbau verbreitet. Allmählich verschlechterten sich die Lebensbedingungen und den Abfluss der Menschen aus diesem Dorf konnte man nicht mehr aufhalten.

Eine Schule existierte in Märzdorf seit der Hälfte des 18. Jahrhunderts, aber in die Bürgerschule mussten die Kinder nach Sebastiansberg laufen, wo für Märzdorf auch die Post, der Arzt und die Apotheke waren.

Bis zum Jahre 1850 gehörte Märzdorf zu dem Gut Schönlind, dessen Besitzer die königliche Stadt Komotau war. Danach wurde Märzdorf zur Gemeinde und im Jahre 1950 wurde diese zu Krima angeschlossen. Bis zum Ende des 1. Weltkrieges wohnten hier nur deutsche Einwohner, im Jahre 1921 gab es hier schon 5 Tschechen. Noch vor dem 2. Weltkrieggehörte Märzdorf zu den reichen Dörfern. Nach der zwangsweisen Aussiedlung der Deutschen gelang es aber nicht mehr, das Dorf neu zu besiedeln.

Als Anfang der 50er Jahre über den Bau der Krimaer Talsperre entschieden wurde, wurde hiermit auch der Abriss der Gemeinde Märzdorf beschlossen, die im zweiten Schutzgebiet der Trinkwassertalsperre liegt. Heutzutage kann man an der Stelle des ehemaligen Dorfes nur einige Mauerreste und Teiche finden.

Eingegeben: 15.4.2005



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další ... [waketai 16.11.2010 19:35] | Reagieren
Zajímavé jsou terasy zahrad okolo vsi,dnes na nich smrkové porosty. Nedaleko u skalního ostrohu je 5 zaniklých pstružných rybníčků. Krade se tu a rabuje o 106. Ještě před rokem tu byl pomníček obětem 1.války, dnes není. Mizí sloupky a ostění....
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