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Olleschau (Oleška) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Oleschau lag 3 km in NNW Richtung von Duppau. Bei der Bahnfahrt von Duppau nach Radonitz war es die erste Haltestelle auf der Strecke. Seine Seehöhe bewegte sich um 520 m und durch das Dorf floss der Aubach.

Oleschau, damals Elscowe, wird zum ersten Mal im Jahre 1196 als Eigentum des Milhost von Maschau, der das Dorf mit weiteren Dörfern dem neu gegründeten Zisterzienserkloster aus Waldsassen abgetreten hat, angeführt. Der Orden überwarf sich aber mit Milhost und bald verlegte er sein Kloster nach Ossegg.

Nach Th. Schütz handelt es sich um eine slawische Benennung des Dorfes, die aus dem Hauptwort die Erle hergeleitet worden ist. Die hiesige Feste ist aus dem Jahre 1401 belegt, wo hier ein gewisser Nikolaus siedelte. Im Jahre 1518 wurde Oleschau mit der Feste, mit dem Meierhof und Zubehör dem Herrn Žibřid von Saar verkauft. Er hat das Dorf in die Herrschaft Saar einverleibt. Nach dem Nachweis aus dem Jahre 1544 war ein Teil von Oleschau mit der Feste und mit dem Teil Koslau immer im Besitz dieser Herrschaft. Der andere Teil des Dorfes einschließlich des Zolls gehörte schon zur Herrschaft Duppau. Diese Verteilung stammte aus der Zeit, da die ganze Herrschaft Duppau den Herren von Saar gehörte und zum Ende des 15. Jahrhunderts wurde sie zwischen einzelnen Erben Johanna von Saar verteilt. Im Jahre 1546 kaufte den Duppauer Teil von Oleschau der Graf von Leisnek mit seiner Tochter Brigitte und aus diesem Jahr stammt die letzte Erwähnung dieser Feste. Sie wurde sichtlicht während des 30igen Krieges zerstört und nicht mehr aufgebaut.

Die Gemeindechronik gibt an, dass im Jahre 1625 in Oleschau 40 Personen an der Pest starben. In der Schaller Topographie ist im Jahre 1785 die Verteilung des Dorfes schon besser angeführt: zur alodialen Herrschaft Saar gehörten 32 Häuser, der Rest zur Herrschaft Duppau. Sommer beschreibt in seiner Topographie aus dem Jahre 1847 Oleschau als ein Dorf, das am Fuße des Hussen liegt, 299 Einwohner und 59 Häuser hat. Von diesen Häusern gehörten 23 zu Duppau, wohin es auch der Pfarrei zugewiesen ist. Zur Herrschaft Duppau gehörte auch die hiesige Ziegelei, ein Gasthaus und zwei Mühlen - die Neumühle und die Themelmühle. Alles sonstiges gehörte zu Saar.

Die Schule wurde im Jahre 1829 gegründet, aber der Unterricht war unregelmäßig bis zum Jahre 1884, wo das neue Gebäude für die zweijährige Volksschule gebaut wurde. Sie stand in der Mitte des Dorfes, nicht weit von der neuzeitlichen Kapelle St. Wenzel und dem Feuerlöschteich. Die alte Schule wurde dann in ein Gasthaus umgebaut.

Der Kataster von Oleschau betrug 559 ha und im Jahre 1930 waren hier 74 landwirtschaftliche Bauerngüter, davon 10 größere. Die Katasterfläche in Oleschau war 559 ha, davon waren 367 ha der Felder.

Nach der Gemeindechronik standen die Reste der Feste noch im Jahre 1810 und die Leute nahmen sich von hier Material für ihre Bauten. Am 2.8. 1830 wurde Oleschau von einem großen Brand getroffen, der etwa ein Viertel der Gemeinde zerstörte. Da die Gemeinde aber 4 Ziegeleien hatte, war es möglich, neue Häuser aufzubauen. Das Denkmal des Kaisers Josef II. wurde im Jahre 1888 bei der Kapelle erbaut.

In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es in der Gemeinde nur noch eine Mühle. Es waren 2 Gasthäuser, eine Trafik, 2 Lebensmittelläden, ein Kohlenhandel vorhanden. An Handwerken gab es einen Bäcker, einen Schuster, einen Tischler, 3 Schneider und je zwei Fleischer, Schmiede und Näherinnen. Das Dorf Oleschau gehörte zur Pfarrei nach Duppau, aber die Firmung und die anderen bedeutsamen Begebenheiten spielten sich in der örtlicher Kapelle ab.

Im August 1937 brannte beim Gewitter das alte Pobitschs Gasthaus mit dem Pferdestall für 40 Pferde und die Unterkunft mit 20 Zimmern für die Kutscher und Beifahrer ab. Hier befand sich vor der Errichtung der Eisenbahn eine Umspannstation.

Nach der zwangsweisen Aussiedlung der Deutschen kamen in Oleschau 160 neue Ansiedler, die aber zum 15. 6. 1953, d. h. sofort in der ersten Etappe, wegen der Anlage eines Truppenübungsplatzes wieder den Ort verlassen mussten.

Eingegeben: 15.4.2005



Kommentar und weitere Informationen


Gemeindecronik [Robert Fritsch 9.7.2006 19:47] | Reagieren
Sehr geehrte Damen und Herren, mit großem Interesse habe ich Ihre Forschungen zu den Orten Olleschau, Rednitz und Tiefenbach gelesen. Meine Eltern haben bis Februar 1946 in Olleschau Nr.51 gewohnt. Die Dorfcronik wurde meines Wissens von meinem Vater und von meinem Onkel geführt. Da alle bereits seit vielen Jahren verstorben sind, gibt es niemanden mehr, der Auskunft über meine Vorfahren und wie sie gelebt haben, machen kann.
Ich selbst bin in Berlin geboren und habe keinerlei Bindung und Erinnerungen mehr zur Heimat meiner Vorfahren, außer was ich als kleiner Junge erzählt bekam . Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie, natürlich nur wenn es geht, eine Kopie dieser Cronik senden könnten. Ich würde Ihre Forschungen und Aufwendungen mit 250 EUR unterstützen.
Nette Grüße nach Tschechien

Robert Fritsch
Re: Gemeindecronik [Vanessa Hünkemeier 4.6.2009 13:04] | Reagieren
Sehr geehrter Herr Fritsch,
eben habe ich Ihre Nachricht auf dieser Seite entdeckt. Meine Vorfahren stammen aus dem ehemaligen Bezirk Kaaden. Zwecks Austauscj von Informationen können Sie mich erreichen unter der o. g. Mail-Adresse. Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen
Vanessa Hünkemeier
pomoc [jitka 17.1.2011 23:21] | Reagieren
Meine Vorfahren stammen aus Doupov meine Großmutter lebte dort mit seiner Mutter und Vater und hatte auch Geschwister, er nie Nimy nicht gesehen serynkovi vielleicht John, Joseph, Antonin alles was ich weiß meine Großmutter hieß Antonia und ihre Mutter Theresia benannt ??????? ???????
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