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Zobietitz (Sobětice) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Zobietitz liegt unmittelbar bei Sonnenberg auf einer Seehöhe von 690 m. Sein Name ist slawischer Herkunft und wurde von dem Personennamen Sobata abgeleitet. Auf Deutsch wurde es Zobietitz genannt. Die erste bekannte Nachricht stammt aus dem Jahre 1367, da es zu Hassenstein gehörte. Nach seiner Sage lag das Dorf früher nicht weit von Sebastiansberg und wurde Brommendorf genannt. Dafür gibt es keine Beweise, aber es ist bekannt, dass noch anfangs des 20. Jh. dort Zobietitzer Gründe waren.

Zobietitz gehörte immer zu dem Teil der Preßnitzer Herrschaft, der einen Teil von Hassenstein bildete, auch wenn die Burg die Lobkowitzer nach den Schönburgern im Besitz hatten. Diese besaßen Zobietitz bis zum Jahre 1533, dem Jahre da die Preßnitzer Herrschaft die Schlicks kauften. Leider verloren sie diese Herrschaft und für 10 Jahre wurde sie von der königlichen Kammer verwaltet. Diese verpfändete im Jahre 1555 einen Teil der Herrschaft dem Bohuslav Felix dem Hassensteiner von Lobkowitz, der kurz danach von der Kammer noch Zobietitz und weitere Dörfer kaufte und so den sog. „Sonnenberger Anteil“ bildete. Im Jahre 1606 wurde er von der Hassensteiner Herrschaft abgetrennt und wieder der Herrschaft Preßnitz angegliedert. Damals lebten in Zobietitz 14 Untertanen.

Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges, voraussichtlich im Jahre 1640, wurde das ganze Dorf bis auf ein Haus niedergebrannt. Offensichtlich gelang es alle Schäden schnell zu beseitigen, weil im Jahre 1654 von 14 Meierhöfen nur 4 öde blieben. Auf Gemeindekosten lebten hier auch die Bewohner der 2 wüsten Häuser. Einer der Bauern arbeitete als Fuhrmann.

Zobietitz wurde dem Gemeindehaus in Gaischwitz untergeordnet. Die Mehrheit der Einwohner arbeitete in der Landwirtschaft, die Kinder besuchten die Schule in Sonnenberg, die schon aus dem 16 Jh. stammte. Seit dem Jahre 1725 gehörte Zobietitz zum Pfarrsprengel Sonnenberg. Im 19. Jh. wurde statt der alten, eine neue Kapelle erbaut. Diese blieb leider nicht bis zur Gegenwart erhalten.

Zwischen Sonnenberg und Zobietitz erstreckte sich die Wenzelszeche, in der in einigen Schächten und einem tiefen Stollen Hämatit abgebaut wurde. Dieses Bergwerk wurde unterbrochen betrieben, die letzte Nachricht von seinem Betrieb stammt aus dem Jahre 1849.

Im Jahre 1850 wurde Zobietitz mit der Ortschaft Gaischwitz zur selbständigen Gemeinde. Im Jahre 1950 wurden beide Dörfer der Gemeinde Sonnenberg angegliedert. Zu Zobietitz gehörte auch die sgn. Zobietitzer Schneidemühle am Brunnersdorfer Bach, die etwa 0,6 km südöstlich vom Dorfe lag.

Nach der zwangsweisen Aussiedlung der deutschen Bewohner gelang es nicht, die leer stehenden Häuser mit Einwohnern tschechischer Nationalität zu besiedeln. Nach dem Wahlregister vom Mai 1948 verfügten über das Wahlrecht 19 Bewohner - 11 Männer und 8 Frauen. Dann verließen aber 10 von ihnen das Dorf und schrittweise kam es zur vollständigen Entvölkerung. Zum 1.1. 1979 wurde das Dorf amtlich aufgelöst. Vorher kam es in Zobietitz zu umfangreichen Abbrucharbeiten der verlassenen Häuser. Später wurden hier viele neue Wochenendhäuser erbaut und Zobietitz wurde zum Erholungsgebiet. Zum 1.1. 1999 wurde die Gemeinde wieder amtlich registriert und zurzeit wird sie auch von Einwohnern bewohnt.

Eingegeben: 15.4.2005



Kommentar und weitere Informationen


Sobětice [Kubalik Martin 28.7.2010 14:03] | Reagieren
Dobrý den,
měl bzch dotaz zda existují ještě jiné fotografie Sobětic

Děkuji

M:K
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