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Dürmaul (Trmová) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Dürmaul lag 0,5 km östlich von Duppau in einem sonnigen Talbecken auf einer Seehöhe von 610 m. Durch das Dorf führt die Bezirkstraße von Duppau nach Turtsch. Inmitten des Dorfes stand vom Jahre 1934 eine Kapelle, die zu Ehren der Opfer des 1. Weltkrieges errichtet wurde. Daneben war ein Feuerlöschteich und in der Nähe auch ein Gemeindehaus für den Hirten. Das Katastralgebiet nahm eine Fläche von 537 ha ein. Der hiesige Boden brachte zwar nur durchschnittliche Erträge, aber es gedieh hier der bekannte Duppauer Hafer. Von großer Bedeutung war auch die Viehzucht. In den 30er Jahren des 20. Jh. gab es hier 44 Güter, aber keines von ihnen hatte mehr als 100 ha.

Die älteste Geschichte von Dürmaul ist eng mit den Waldsassener Zisterzienser Mönchen aus Waldsaßen verbunden, denen der Maschauer Wladika Milhost eine Reihe von Dörfern, einschließlich „Tyrremowe“ abtrat. Die Benennung des Dorfes ist wieder slawischer Herkunft.

Im Jahre 1546 kaufte Dürmaul von den Maschauer von Kolowrat Brüdern Herr Hugo von Leisneck und reihte es in die Duppauer Herrschaft ein, in der es bis zum Jahre 1850 blieb. Im Jahre 1654 lebten hier 14 Bauern und 2 Häusler. In der Steuerrolle wurde zum Schluss angegeben, dass die Bewohner von der Viehzucht lebten, das Holz im Walde kauften und Schindeln herstellten. Die Schindeln werden zum Verkauf verfrachtet und auf der Rückfahrt wurde Getreide jeder Art geladen und wiederverkauft.

Im Jahre 1847 gab es in Dürmaul 43 Häuser und 243 Bewohner sowie das herrschaftliche Wirtshaus. Im Jahre 1850 wurde Dürmaul selbständige Gemeinde, aber Pfarrei und Post gab es nur in Duppau. In den 60er Jahren des 19. Jh. gehörte es für eine kurze Zeit zur Gemeinde Rednitz, und dann war es wieder eine selbständige Gemeinde. Die neue Schule wurde im Jahre 1914 errichtet. Damals gab es in der Gemeinde 13 Bauernwirtschaften im Ausmaß von ca. 30 ha, eine Sägemühle, 2 Wirtshäuser, eine Tabaktrafik, 2 Kolonialwarenläden, sowie ein Getreide-, Heu- und Kohlehandel. Es arbeiteten hier 2 Zimmerleute, ein Schmiede, ein Schuster und ein Fassbinder. Zu Dürmaul gehörte auch eine Mühle am Aubach.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde die hiesige einklassige Schule in eine dreiklassige Schule umgestaltet. Da Dürmaul ein reiches Dorf war, war es möglich, es ohne Verschuldung aus Duppau mit Strom versorgen zu lassen, die Kapelle zu errichten und eine Motorfeuerspritze zu kaufen. Die Gemeindegebühren konnten im Vergleich zu den übrigen Dörfern niedriger sein.

Über dem ehemaligen Dorfe liegt der bekannte Johanneshübel mit dem Aussichtsturm, der eine herrliche Aussicht in die Landschaft anbietet. Es stand hier eine Kapelle des St. Johannes des Täufers, die im Jahre 1634 der Graf Florian D. von Saarer bauen ließ. Unter der Herrschaft des Grafen Nostitz wurde sie im Jahre 1681 repariert und zu einer Kirche erweitert. Nach 113 Jahren wurde die Kirche geschlossen, dann wieder eingeweiht, aber im Jahre 1801 befand sie sich im desolaten Zustand. Die Baronin Fleissner ließ unter Beihilfe der Gemeinde Dürmaul im Jahre 1815 eine neue Kapelle errichten. Die letzte Messe wurde hier am 25. 6. 1945 gelesen. Im Jahre 1948 ist die Kapelle ausgebrannt.

Die zwangsweise Aussiedlung der deutschen Bevölkerung erfolgte im Anschluss an das Kriegsende im Jahre 1945 und weiter.

Zur Aussiedlung von Dürmaul kam es in der 2. Etappe, d. h. zum 31. 8. 1953.

Eingegeben: 15.4.2005



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