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Ojes (Újezd) - Die Geschichte

Beigetragen: Zdena Binterová

(Übersetzung: Gerhard Stübiger und Kollektiv VÚHU unter der Leitung von Ing. Eva Lahodná)

Der Ort Ojes befand sich 6,3 km in nordöstlicher Richtung von Komotau entfernt, auf einer Seehöhe von 273 m, am linken Ufer der Biela. Der Kataster war 293 ha groß. Auf diesem Gebiet wurde bei archäologischen Forschungen, die beim Aufbau des Wasserbeckens Ojes durchgeführt wurden, eine Siedlung aus germanischen Zeiten gefunden.

Ojes hat einstmals Ojes unter Kaitz, Niederer Ojes oder Ojes über Neudorf geheißen. Es war ein Kolonisationsdorf, nach welchem man schon im Jahre 1281 von dessen ersten bekannten Inhaber Poczal (Pokral) de Ugezd schrieb. Im 14. Jahrhundert war Ojes ein Lehngut der Burg Schlossberg. Die erste bekannte Erwähnung über die hiesige Festung stammt aber erst aus dem Jahre 1383, als hier die Kinder eines gewissen Schramm siedelten. Die Festung bestand mit Sicherheit aber schon zu früheren Zeiten.

Später war Ojes das Lehngut des Gutes Neudorf. Wenn Jan von Merunitz im Jahre 1444 Neudorf verkaufte, hat er Ojes behalten, was er ein Jahr später seiner Frau überschreiben ließ. Damals war die hiesige Festung schon öde, sie erlosch wahrscheinlich zu Zeiten der Hussitenkriege. Nach Ansicht der Archäologen stand diese Wasserfestung, die wahrscheinlich anfangs des 13. Jahrhunderts gegründet wurde, an der Stelle der späteren Hausnummer 25.

Das Ojeser Gut wechselte einige Male seinen Besitzer. Zuerst gehörte es zu Neudorf, danach zu Rothenhaus und später zu Seestadtl, wenn auch ein Teil der Grundstücke weiterhin zu Rothenhaus gehörte. Eine Mühle wird vor Ort schon im Jahre 1579 erwähnt. Im Jahre 1654 lebten in Ojes 4 Bauern und 6 Häusler, davon waren 1 Grund und 4 Häuser öde.

Nach Schallers und Sommers Topographie gehörte im Jahre 1787 und 1846 Ojez, Aujezd, Otys oder Augezd - wie man das Dorf nannte - zur Herrschaft Neudorf - Seeberg, die den Lobkowitzen gehörte. Im Jahre 1787 hatte dieser Ort 26 Häuser, im Jahre 1846 schon 30 und 174 Einwohner. Eine von den zwei dortigen Mühlen stand etwa 10 Minuten hinter der Gemeinde entfernt, in Richtung zu Görkau - man nannte diese Mühle die Wiesenmühle.

Um das Jahr 1840 hat sich in der Umgebung von Ojes die Braunkohlenförderung erweitert. Inhaber des hiesigen Schachtes Franz Josef waren die Erben von Paula Becher aus Freiberg. Aber schon im Jahre 1905 war dieser Schacht außer Betrieb.

Im 19. Jahrhundert gab es in Ojes meistens Landwirte, aber auch Handwerker und Fabrikenarbeiter. In der Gemeinde befanden sich damals ein Wirtshaus, eine Dampfmühle, ein Sägewerk und seit dem Jahre 1868 eine Fabrik für Watteerzeugung. Diese verarbeitete Scharpie, die als Abfall aus der Görkauer Textilfabrik kam. Vor Ort gab es keine Schule und keine Kirche, nur eine neuromanische Kapelle der Heiligen Maria.

Im Jahre 1850 wurde Ojes zu einer Siedlung von Kaitz, aber seit dem Jahre 1869 war Ojes eine Ortschaft von Görkau. Nach dem 2. Weltkrieg gehörte dieser Ort wieder zu Kaitz, aber im Jahre 1960 wurden beide Gemeinden Wurzmes angeschlossen. Im Jahre 1980 wurde Ojes amtlich gelöscht, es musste dem Aufbau des Stausee Ojes weichen, der früher auch Stausee Neukaitz hieß. Dieses Becken ist an der Biela erbaut und ist Bestandteil der Ersatzmaßnahmen für den Bartelsdorfer See.

Eingegeben: 15.4.2005



Kommentar und weitere Informationen


Ujezd [Andrea 30.3.2015 00:55] | Reagieren
Dobry den, nevi nekdo kde bych nasla nejake blizsi informace o vystavbe vodni nadrze Ujezd? Dekuji.
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