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Hinterdaubitz (Zadní Doubice) - Navrat

Beigetragen: Katrin Dietzel (Kleinwächterová)

Alles wie damals,aber anders....
Im Spätsommer 2000 fuhren meine Eltern und ich mal eben schnell nach Hinterhermsdorf.
Aufgeregt war wohl ich am Meisten,denn so richtig in Ruhe war ich nicht mehr da seit 1969.
Die Strecke von Mülsen Sankt Jacob bis zum Loch war schnell zurückgelegt.Mitbekommen habe ich davon fast Nichts,denn ich war die ganze Zeit über in Erinnerungen versunken.
Angekommen vor dem Haus vom Friese-Karle-und Alles,was so viele Jahre im Verborgenen schlief,wurde wieder lebendig.
Im Spätsommer 1967-ich durfte gerade so noch auf den Kindersitz unseres Motorrollers-
packten mich meine Eltern auf eben diesen,und ab ging es.Ab in eine Welt,welche mein späteres Leben bestimmen sollte.Wir hielten vor einem Haus-für mich damals das Schönste,
und heraus kam ein lieber alter Mann,mit einer lieben alten Frau.Am Haus rankte sich der Wein empor.Hühner,eine Riesenwiese,und Wald,viel Wald.Ich erinnere mich noch genau an den fremden,guten Geruch,welcher mir beim Betreten des Hauses entgegenströmte.Kräuter,Gewürze,Holz-ich weiß nicht,was es war,aber es war einfach nur ein Duft,wie ich ihn nicht kannte.In der guten Stube war es etwas schummrig,und von all’ den vielen interessanten Sachen,welche meine Augen erblickten,ist mir der ausgestopfte Fuchs in Erinnerung geblieben.Dieser stand auf irgendeinem Schrank,und das Licht vom Fenster fiel genau auf das Tier’chen.Der erste Spaziergang,welchen wir machten,war hinunter zum Bächlein,und Vati zeigte auf ein paar Mauerreste,drüben,auf der anderen Seite,fast nicht erkennbar inmitten von Bäumen und Gras.“Da habe ich gewohnt“-....“da dürfen wir nicht hinüber..“Das war mit meinen fast sieben Jahren nicht zu verstehen,verstanden habe ich es lange nicht,so richtig eigentlich nie.Mein Kinderherz ist damals fast herausgesprungen,viele Jahre später erst habe ich mir Gedanken darüber gemacht,was wohl in Vati vor sich gegangen ist.Die paar Tage Urlaub waren schnell,viel zu schnell vorbei.Es wird wohl auch nur ein Wochenende gewesen sein,und außer,dass da auf der anderen Seite Etwas war,Etwas,was mich nie mehr los ließ,weiß ich von diesem ersten Ausflug nicht mehr viel.Das Versprechen,bald wieder und länger an diesen schönen Ort zurückzukehren,lösten meine Eltern zwei Jahre später ein.In den Oktoberferien 1969 fuhren wir mit der Bahn,
und so glaube ich,dann mit der Fähre von Bad Schandau ....Endlich wieder da...Beim Friese-Karle,am Wald,am Bächli.Ich hatte eine sehr schöne Kindheit,aber dieser Urlaub war wohl die schönste Zeit.Jeden Tag ging es in den Wald.Wir Kinder und unsere Mutti suchten Pilze,um Vati dann Meldung vom Fund zu erstatten,er entschied dann,was in den Korb kommt,was im Wald bleibt.Da war der Wurzelberg,und viel niedriges Gestrüpp,ohne Blätter.“Das waren einmal Blaubeeren....“erfuhren wir,und dass da sonst Blätter daran sind,aber die“Waldfrauen“kämmen,und das darf man nicht.Blaubeeren waren weg,aber Brombeeren,
bestimmt die größten,welche ich je gesehen habe,die gab es.Genascht haben wir keine,nur schön gesammelt in die Tchibo-Dose aus Plexi-Glas,oder so.Unsere Familienbrotbüchse war gefüllt,und die Beeren wurden eingezuckert,für den nächsten Tag.Aber:Die Dose stand die Nacht über zwischen den Campingliegen meiner Schwester und der meinen.Mit allen möglichen Übungen habe ich mich wachgehalten,nur,um doch noch eine Brombeere,oder auch zwei,oder auch drei...naschen zu können.Im Dunklen habe ich das auch.Meine Ungeduld wurde böse bestraft.Am Morgen,als endlich der Deckel offiziell geöffnet wurde,der Schock:
Da,wo am Abend eine dicke Schicht Zucker auf den Beeren lag,bewegte sich Etwas-
Über Nacht waren unzählige Maden aus den Beeren gekrabbelt.Ich stellte mir sofort vor,wie die Maden,welche ich in der Nacht gefuttert habe,in meinem Magen kriechen.Ich habe erst gut zwanzig Jahre wieder Brombeeren gegessen.Ungezuckert,und sofort,mit Augen zu.
Der Höhepunkt des Tages war immer der Augenblick,als wir zum Mittagessen wanderten.
Denn:Einmal bei Hahn-Lina im Schäferräumicht gewesen,nie vergessen.Die Wirtin kam uns meist paar Schritte entgegen,wenn der große Mittagsansturm noch nicht begonnen hatte.Und sie streichelte uns Mädchen immer so schön über den Kopf,und der Duft von Bratwurst kämpfte mit dem Geruch von frischem Kuchen.Die Backbleche,mit welchen Frau Sturm meist durch die Gegend wirbelte,schienen mir damals unendlich groß.Meist sind wir Kinder nach dem Essen auf Entdeckungsreise auf dem Grundstück vom Schäferräumicht gegangen,während sich die Erwachsenen über alte Zeiten unterhielten.Dies interessierte uns damals herzlich wenig,heute um so mehr,nur dass von den Erwachsenen aus der damaligen Zeit fast keiner mehr da ist.Der Schäferräumicht und Alles ringsum kam mir vor wie eine kleine Welt für sich.Die Familie Sturm hatte auch Töchter.So richtig kann ich mich nicht mehr an diese erinnern.Nur an den Namen Ingrid,und dass ich damals versicherte:Bin ich erst 12Jahre alt,dann komme ich die ganzen Sommerferien,und ganz alleine.Dies blieb unerfüllt.
Die Hahn Lina bleibt für mich immer die Hahn Lina,und der Herr Sturm der Mann von der Hahn Lina.Zum Mittagessen war meist auch ein ältere Herr,der Fotograf,in der gemütlichen Gaststube anwesend,mit einer Kamera um den Hals,welche auf einem,mir damals riesig erscheinendem Bauch,ruhte.Manchmal saß er mit uns am Tisch,einmal war das sein Pech.
Trotz intensiven Trainings vor dem Urlaub-Vati hatte sich wirklich alle Mühe gegeben,uns Alles perfekt beizubringen,.Tischmanieren etc.,passierte uns ein Mißgeschick.Obwohl wir uns zu Hause immer ordentlich beim Essen verhielten-jedenfalls wenn Vati in der Nähe war,klappte das Schneiden von Fleisch nicht so perfekt.Also nochmal:Gabel gerade in das Schnitzel,nicht schräg aufdrücken....Na ja,und dann hüpfte das Schnitzel,welches schön vor den Bohnen mit Kartoffeln lag,samt diesen auf die Kamera und den Bauch des Fotografen.Oh-das war hart.Nicht so der Schnitzelausrutscher,aber meine Schadenfreude,weil nicht mir das passiert war,wurde nicht mit einem Stück Extra-Kuchen honoriert.Der Fotograf selbst war und aber nicht böse,hatte er doch an einem anderen Tag dazu beigetragen,dass wir unsere Eltern „blamierten“.Tellerablecken,das haben wir nur gemacht,wenn Vati auf Schicht war.So wußte er Nichts von dieser unserer Unart und hat uns nicht extra nochmals darauf aufmerksam gemacht,dies auf keinen Fall zu tun.Naja,aber es gab marinierten Hering,und der Herr Fotograf leckte den Teller ab-da haben wir Mädels uns das auch getraut,und unsere Eltern sind fast unter’n Tisch gerutscht.....
Oben am Weg vor dem Schäferräumicht war eine Bank,da warteten wir,wenn Vati mal schnell in den Wald verschwand.Einmal dauerte es eine Ewigkeit,bis er zurückkam.Ich weiß noch wie heute,welche Angst ich hatte,und ich dachte-Vati wurde erschossen.Um uns nicht unnötigen Grenzgefahren auszusetzen,haben uns unsere Eltern von Anfang an verboten,alleine in den Wald zu gehen,oder zu nahe an den Grenzbach.Es hieß immer:“Da wird geschossen“. Das zeigte Wirkung.Jedenfalls dachte ich,Vati kommt nie wieder.Aber er hatte nur passendes Holz gesucht,um uns Wanderstöcke zu schnitzen.Bis zu dem Zeitpunkt,da ich in Hinterhermsdorf das erste Mal die Bekanntschaft mit einer Staatsgrenze machte,war für mich der Begriff“Grenze“so zu verstehen,dass man nicht in Nachbars Garten geht,oder so.
Dass es Grenzen gibt,bei deren Überschreitung geschossen wird,war für mich die Abschreckung schlechthin.
Vati hat uns auch-immer schön auf Distanz zum Grenzbach,die Reste der Böhmischen Mühle gezeigt,damals schimmerten noch Überbleibsel vom Sandsteingeländer durch die Bäume.Nie losgelassen hat mich seine Erzählung über den Bau der Burg,auch von dieser waren damals noch Reste zu erkennen.Zwar geisterte über die Jahre die Kopie einer Ansicht von dieser in unseren Familienpapieren herum,aber so richtig Etwas darunter vorstellen konnte ich mir erst,als Vati im Jahre 2000 das,was er darüber wußte,aufschrieb.
Oft waren wir im Weißbachtal spazieren.Unsere Eltern gaben sich alle Mühe,uns so ziehmlich jede Pflanze zu erklären.Hängengeblieben im Gedächtnis ist mir nur der Ziegenhonig,davon mußten wir immer eine Tasse als Tee Trinken,und dieser Geschmack war grauenvoll,ich schmecke das heute noch.Die Pflanzen und Tiere haben mich damals weniger interessiert,ich wollte wissen,was auf der anderen Seite vom Bach ist,da,wo Vati die ersten zehn Jahre seines Lebens verbrachte,da,wo wir nicht hin durfen.Groß war die Aufregung,als Vati uns Kinder aud einen Grenzstein setzte,mit den Füßen in seiner Heimat,und ein Foto machte.
Geschossen hat keiner,wahrscheinlich war gerade eben Schichtwechsel.
Meinen Fußabdruck habe ich damals mit Nachdruck hinterlassen-Ich komme wieder-.
Am letzten Tag vor unserer Abreise und unserem letzten Ausflug in’s Weißbachtal,
es war schon Spätnachmittag,waren da auf der anderen Seite plötzlich Menschen.
Gesungen wurde,gelacht,es duftete nach Lagerfeuer,und eine Sprache kam herüber,
welche ich noch nie gehört hatte,welche mich nie los ließ,in welche ich mich mich verliebte ohne sie zu verstehen,und welche ich viele Jahre später über viele Jahre selbst sprach.
Es begann zu regnen,wir mußten in unsere Unterkunft zum Friese-Karle,und Papa versprach uns:“Morgen gehen wir wieder hier her,und dann schauen wir,ob wir von den Leuten dort Jemanden ansprechen können...“Meine Schwester und ich bastelten bis in den späten Abend hinein kleine Männlein aus Holzperlen und Kupferdraht,wie wir sie damals an jedem Reißverschluss trugen.Die Figuren wollten wir dann am kommenden Tag den fremden Menschen jenseits unserer Welt schenken.Die Fremden waren aber nicht mehr da,und lange habe ich meinem Vati nicht verziehen,dass wir am Abend vorher einfach gegangen sind,
ohne Kontakt zu suchen,mit denen da,auf der anderen Seite,die doch da waren,wo wir nicht sein durften.Abreise,Winken,und wenn ich 12Jahre alt bin,komme ich wieder....
Nun war das jahr 2000 fast vorbei,wir standen wieder am Haus vom Friese-Karle,Mutti,Vati und ich.Begrüßt hat uns diesmal Niemand,Keiner mehr da,jedenfalls nicht wirklich. Nun waren wir nicht mit Motorroller,aber mit Auto.Keine Reste mehr vom Novack-Haus zu sehen,keine Reste mehr von der Burg...Aber:Wir durften über die Grenze gehen.Obwohl Vati damals schon schlecht laufen konnte,seine Schritte wurden immer schneller,je näher wir der Stelle kamen,die doch so nah,und über Jahre unerreichbar war.Was mag wohl in ihm vorgegangen sein?Die Stelle,an welcher die Burg stand-ein leerer Fleck mit Gras,nicht ein Steinchen übrig.
Vom Wohnhaus ein paar mit Moos überzogene Mauerreste,eine Treppenstufe,ein tiefer Schacht,von dem Keiner mehr so recht weiß,welchen Zweck er erfüllte.
Auf dem Rückweg zeigte uns Vati die Reste vom Richterhaus.Dort war für eine Zeit für ihn,die Nowack-Kinder,die Pohl-Annel und Andere die Schule.Und da war dann noch die Quelle,aus welcher man manchmal Wasser holte.Irgendwie hatte ich das Gefühl,Vati wollte nur noch schnell weg,diesmal für mich auch verständlich.Ich konnte mir nun ein Bild machen,von der Gegend,in welcher er seine Kindheit erlebte.In Gedanken baute ich mir das Haus auf,so,wie ich es mir vorstellte,mit dem kleinen Platz,welcher für 10Jahre das zu Hause der Familie Kleinwächter war.Ich stellte mir vor,wie es damals war,als der Dorfpolizist kam.
Jemand hatte meinen Opa angeschwärzt,er würde trotz Krankenscheins arbeiten.Beim Holzfällen hatte Opa einen Unfall,Fuß kaputt,Krankschreibung.Zu Hause hat er dann gedrechselt,oder ähnlich,weil die Familie weniger als Nichts hatte.Der Anzeige nachgehend
fand der Polizist die Kinder vor,mitten in den Holzabfällen,welche das einzige Spielzeug waren,und ging wieder,ohne die Sache weiter zu verfolgen.
Nun,wir fuhren zum Schäferräumicht.Auch wenn ich wußte,die Hahn Lina gibt es nicht mehr,so hoffte ich doch irgendwie,sie kommt uns jeden Augenblick mit einem Kuchenblech entgegen,aber sie kam nicht.Eine der Töchter war kurz zu sehen,und fast schien es mir,die Lina ist wieder da.Meine Eltern hatten viel mit Herrn Sturm zu erzählen,und ich wollte wenigstens schnell im Dauerlauf in’s Dorf,paar Aufnahmen machen.Ich hatte wenig Zeit,
doch in die Heimatstube ging es fix noch.Die nette junge Frau damals konnte bestimmt meinen ganzen Erzählungen nicht folgen,ich habe mich bald überschlagen beim Reden,
denn ich hatte wenig Zeit.Von der „Richter-Schule“wußte sie Nichts,und von der Burg auch nicht so recht.Weil ich es selbst glaubte,sagte ich,ich käme bestimmt noch vor Jahresende nochmal in Ruhe wieder.Es wurde Nichts daraus,aber das versprochene Foto von Vati’s Schulanfang vorm Richterhaus habe ich damals wenigstens an die Heimatstube geschickt,
und die Beschreibung zum Hergang des Burg-Bau’s.

Frühjahr2005-
An einem Samstag flatterte Post in’s Haus,Absender aus Hinterhermsdorf.Ich dachte:“Fein,nach fünf Jahren schreibt noch jemand vom Heimatmuseum,vielleicht wollen sie noch Etwas in Erfahrung bringen.
Sehr geehrte Frau Dietzel......und dann:“Mein Opa war Karl Friese.“In dem Moment habe ich das Schreiben nicht zu Ende gelesen,sondern sofort die angegebene Telefonnummer gewählt-
Eine „richtige Friese-Karl-Enkelin“am Telefon,das war einfach unglaublich.Das Gespräch war lang,dann sprangen die E-Mails hin und her,alle Ausgaben der Botenfrau waren nachgeliefert,vorgebucht....Und ständig die Frage:“Wann kommt ihr denn nun endlich?“Und ständig die Antwort:“Wird Nichts,Eltern krank“Aber dann,letzten September,in einer Lücke zwischen Arztterminen etc.,haben wir zugeschlagen.Prospekt her,Vati sofort mit dem Finger auf die Pallme-Mühle:“Da will ich hin,wenn da nicht frei ist,dann ist’s gleich.“Gesagt,gebucht,gefahren-Volltreffer.
In Hinterhermsdorf angekommen,ein Gefühl.....
Die Fahrt dann zur Unterkunft,ein Traum.Vorbei am Mönchstein,welcher irgendwie in den Erdboden gerutscht sein muß,denke ich.Damals,1967,als mich mein Vati auf einen kleinen Felsvorsprung stellte,oder drückte-ich habe geheult und gezittert vor Angst,aber dann mit Papa an der Hand,es ging,und dann ganz stolz, ganz allein.
Mein Vati war einmal in seinem Leben in der Pallme-Mühle,mit fast 10Jahren,kurz bevor der Umzug nach Kytlice erfolgte.Damals holte er Beilstiele ab,welche sein Papa für seine Äxte dort fertigen ließ.Einmal dagewesen,nie vergessen.Auch sah er damals beim Herrn Pallme das Reifendrehen,welches eigentlich oft die Seiffener für sich beanspruchen....
Nun:Wir sind da!Unterkunft perfekt,Wetter auch,die Wirtsleute nett-Urlaub,Du kannst beginnen.Schön war jeder Tag,vom Aufstehen bis zum Schlafengehen.Die Kremserfahrt zur Oberen Schleusse,d.h.bis zum Wendeplatz,Rast auf dem Buchenberg,die ganz private Wunschkutschfahrt mit dem Unternehmen A.Eschenbach.Großes Lob und Dankeschön.
Wir durften die Route planen,und wünschten uns,dass dies die Firma übernimmt-Es hätte nicht schöner sein können!!!Fünf Stunden,-davon eine Stunde Mittagspause im „Hotel am Wald „-Natur,wie sie schöner hätte nicht sein können.Ein gutgelaunter Kutscher,freundlich und zuvorkommend-Gleiches gilt auch für den Kutscher der Kremserfahrt zuvor-,bestes Wetter,und,was für mich das Schönste war:Rundum zufriedene,glückliche Eltern,welche noch heute,mehrmals täglich von der schönen Fahrt,mit den schönen Pferden schwärmen,und gerne an die lange Fahrt durch den Wald,über die Felder und Wiesen zurückdenken.
Natürlich gibt es in der Nähe des Wohnortes meiner Eltern auch die Möglichkeit zu Kremserfahrten.Nur im Alltag hat man so seine Sorgen,im Urlaub bleiben die zu Hause,
und dann gönnt man sich diesen““Luxus“,den Einem Niemand und Nichts nehmen kann.
Das Erlebnis bleibt im Kopf,für immer.
Frau Katschner brachte uns mit Herrn Hantzsch und dessen Frau zusammen,mit diesen konnten wir einen ausgedehnten Nachmittag in der Oberen Mühle verbringen.Die“Alten“hatten viel zu erzählen,wir“Jungen“haben diesmal gespannter zugehört als damals,vor über dreissig Jahren.
Pilze gesammelt haben wir diesmal nicht,aber auch so hat es sich auf der Bank am Haus vom Friese-Karle gut gesessen.Die Bank ist neu,der Platz ist der alte.Dort haben wir immer die Pilze für’s Abendbrot geschnippelt,damals.
Die ganzen Jahre über,seit unserem letzten Urlaub 1969,haben wir dafür,wenn der Nebel aus den Wäldern steigt,und über den Wiesen steht,einen einzigen Ausdruck gebraucht-gleich an welchem Fleck’chen der Erde wir waren,das Wetter,das ist FRIESE-KARL-Wetter.
Ich denke mir im Stillen,er schwebte still und heimlich über uns,die ganze Zeit während unseres Aufenthaltes vor ein paar Wochen.Und ich denke,es hat ihn gefreut,dass wir wieder da waren,dass die Grenze im Loch nicht mehr wirklich eine Grenze ist....und dass uns seine Enkelin so manchen schönen Fleck in der Umgebung gezeigt hat,an welchen wir von uns aus nicht gekommen wären.
Danke für eine schöne Zeit-

Katrin Dietzel

Eingegeben: 29.8.2006



Kommentar und weitere Informationen


Zadní Doubice [F.Rožánek 8.3.2007 16:10] | Reagieren
Do července roku 1968 zde byla hranice střežena vojsky PS z roty Tokáň.Domy byli strženy, ale nebyli odvezeny, lze ješte v lesním porostu po levé straně k st.hranici najít základy.Po sillnici od r.1906 jezdil autobusový spoj do Drážďan.V současní době je zde turistický přechod do Německa (pěší a cyklisté).Zadní Doubice jsou v majetku obce Doubice.
Katrin [Jiří David 10.3.2009 21:20] | Reagieren
Je to nádherná a dojemná vzpomínka, holčička se nemusila bát, bylo to už v roce 1969. Já dodnes vzpomínám na 1.7.1968, kdy se oficiálně zrušilo zakázané hraniční pásmo (začínaly mi tehdy poslední prázdniny, dočetl jsem se to v novinách a hned se objevil v Janově u Hřenska kamarád s kterým jsme hned šli prozkoumávat do té doby zakázané skalní doliny v okolí Pravčické brány). Naštěstí jedna z mála dobrých věcí v období normalizace bylo neobnovení tohoto zakázaného pásma, takže do Zadní Doubice už cca od roku 1973 vedla turistická modrá značka. Obnovení hraničního mostu bylo pro mě velkým svátkem - několik let před tím se otvíral pouze ve dnech Hinterhermsdorferského jarmarku (Hinterhermsdorfer Kirmes). Sami jsme si kdysi bývalou závoru v těchto dnech u tohoto můstku s kamarádem otvírali - z Hinterhermsdorfu od přátel jsme se totiž vraceli dost pozdě (mám zachyceno na videu). Škoda je však Zadních Doubic i Českého mlýna!
Re: Katrin [Vladimír Kraus 11.3.2009 09:58] | Reagieren
To je pro mě novinka, myslel jsem, že hraniční pásmo bylo zrušeno okolo r. 1965.
Mám vzpomínku (někdy 1985), jak na nás z druhé strany mostu zíral NDR mohutný pohraničník, pak nasedl do khaki Trabanta a odjel. Na Tokáni nás kontroloval jakýsi SNB v civilu. Mám ovšem dojem, že přes most se stejně nesmělo, přechod byl otevřen až po r. 1989.
V té době ovšem jakékoliv informace o Z. Doubici nebyly k mámí, existenci Českého mlýna jsem zjistil až později z nové turist. mapy.
Ještě, že je to všechno za námi.
Re: Re: Katrin [wolf 10.10.2011 12:26] | Reagieren
Kontrola na Tokáni asi nesouvisela až tak s hranicí jako s tím že tamní zámeček byl jakýsi papalášník:-) a asi bylo zrovna přítomný nějaký dvounohý zvíře...

Jinak osobně jsem byl někdy těsně po roce 1970 na houbách v Zadních Jetřichovicích, přičemž se tamo jelo autem z Vysoký Pípy. Aut tam na tehdejší dobu bylo docela úctyhodně - tak kolem dvaceti.
Re: Re: Re: Katrin [Vladimír Kraus 5.5.2017 21:05] | Reagieren
Bylo nám řečeno, že jsou to objekty ministerstva vnitra. I později tam opruzoval esenbáček, sice už nikoho přímo nekontroloval, ale co prý kam a jak...
Katrin [Jiří David 12.3.2009 09:28] | Reagieren
V roce 1965 se situace s hraničním pásmem trochu zmírnila,hlídání převzalo od pohraničníků pohraniční oddělení VB a byly zlikvidovány ty různé oranice a zátarasy, jejichž zbytky jsme onen zmíněný 1. den uvolnění ještě nacházeli. Zakázané pásmo to však bylo dál, pouze černé tabule změnily barvu na červenou a nápis "vstup zakázán" se změnil na "vstup jen na povolení". 1.7. 1968 bylo pásmo zrušeno a tabule brzy odstraněny. Paradoxem je, že v době normalizace byl pohyb v Českém Švýcarsku okolo hranic (s výjimkou jejich přechodu) volnější nežli nyní vzhledem k současné 1. zóně NP, kde je vstup dovolen jen po značkách. Jeden šumavský německý turista to tam vtipně vyjádřil slovy "železná opona se změnila na zelenou". Ale jinak samozřejmě díky za dnešní dobu!
Re: Katrin [Vladimír Kraus 13.3.2009 08:00] | Reagieren
Dříve ovšem byl mimo rezervace volný pohyb povolen, 1. zóna neexistovala, ale porovnejme návěštěvnost Ȋ tehdy a dnes. Mimo hlavní trasy soutěsky - P. brána a snad okolo Jetřichovich (zejména to byli návštěvníci z NDR, kteří téměř nesměli cestovat jinam do ciziny než ČSSR)dost často člověk nepotkal ani nohu. V osmdesátých letech jsem se divil, že i v sezóně je místy liduprázdno, mino sezónu ani nemluvě. Ubytovací možnosti mimo kempy byly minimální, lidí sem prostě tiolik nejezdilo.
Re: Re: Katrin [Jiří David 13.3.2009 19:47] | Reagieren
Máte samozřejmě naprostou pravdu, ale milovníci turistiky v tomto kraji očekávali obnovení některých krásných a z turistického hlediska výhodných přeshraničních stezek. To se v této severovýchodní části NP stalo, takže vznikl nepoměr - jsou zde už 4 přechody, kdežto v západní části NP ani jeden! Čekalo se alespoň obnovení historické cesty údolím Gr. Zschand, či jedné z nejstarších turistických cest ČS Svýcarska Fremdenweg - Gr. Winterberg-Pravčická brána. Na tuto skutečnost se poukazuje i na turistických stránkách Saského Švýcarska. To už je ovšem jiná problematika, která už asi s těmito stránkami nesouvisí.
Katrin [Jiří David 12.3.2009 09:35] | Reagieren
Ještě maličkost, hraniční most se oficiálně otevřel až počátkem 90. let (přesný rok si už nepamatuji), předtím byl otvírán pouze příležitostně při různých slavnostních událostech (např. zmíněný Hinterhermsdorferský jarmark). Až do politické změny v roce 1989 byl samozřejmě jakýkoli přechod mostu zakázán.
Re: Katrin [katrin 26.4.2009 20:22] | Reagieren
Vazeny pane Davide,je tomu az par dnu,ze jsem se divala po dlouhe dobe na stranu"Zadni Doubice"Drive se k tomu vyjadil jen zridka nekdo,ted'jsem cetla dost komentaru.Vam a vsem ostatnim omlouvam za chybu,ktera se vyskitla v mem psanim.Muji tata-Reinhar Kleinwächter,jeden z poslednich obyvatelu ze ZD zemrel 17.3.2009.Den predtim,jako kdy by jsme tuseli,ze dalsi moznost spolu vzpominat na detstvi mit uz nebudeme,mluvili jsme i o cas v Hinterhermsdorfu.A kdyz ja mluvila o rok 1969,tak tata mne opravil-byl to rok 1967!Mozna,ze nejaky prechodi kolem byli,anebo jak nekdo psal,kdyz byli slavnosti.Tam,kde jsme byli s rodinu,se pres hranice nesmelo.A treba i pochopite,ze lide,ktery byli 1945-1946 donucen odpustit rodne kray,se bali vice nez nutne.Kdyz nas pozdravili deti 1975(!)v Kytlicich jeste"Heil Hitler"-tak ten strach a ta obava neni bez duvodu.
je mi z toho docela smutno,ze muj komentar byl vzato jako lez ci tak.Kdyz nekdo posle pohlednice a zplete si nazev-tak ho clovek prece taky sluzne na to upozoruje-a je to.
Pana Berane uz jsem pozadala o to,aby muj pribeh odstranil.Mate-li radu,jak to mohu udelat ja,dejte mi vedet.
Stejne se divim,jaky zajem je ted' o ZD.Ani tzv.historici nevedeli,ze jsou tam jeste zakladi toho baraku,kde stal Novakuv dum-mam ulozeno fotku z roku 2005,a ze ten Hradek tam byl,taky nevereli az jsem jim ukazala fotku.Jeden dobry znami dokonce z tohu hradku nedavno jeste"kousek"nasel.Z tech lidech,ktery tam bydleli,jso na zivu jiz jenom 5.
Muj otec s rodinu bydlel od roku 1938 v Kytlicich.Jeho prarodice vedli nejaky cas hospodu v ZD-to pospal tata ve clanku-Damals-
Tak Vam preji mnoho zdravi a tak-
a jeste jedno se omlouvam,ze z meho komentaru vzniklo takovy rozruch.Pevne verim,ze by bylo lepsi Vam psat v nemcine,nez Vas trapit tim,co jsem psala ted'-ale mam svuj duvod.
Katrin
Re: Re: Katrin [Jiří David 27.4.2009 08:50] | Reagieren
Vážená paní Katrin,
byla by škoda Vᚠčlánek odstranit, protože je velice zajímavý a ukazuje dobu která tenkrát byla. Můj příepěvek se spíše týkal možností přecházet tamnější hraniční most,které vznikly opravdu až po roce 1989 (oficiálně tuším až roku 1995). Do této doby bylo, jak píšete, opravdu vše uzavřeno.V dalších příspěvcích jsem si spíše povzdechl nad tím, že nebyly obnoveny další přeshraniční stezky, hlavně v západní části Českosaského Švýcarska. Jinak v Hinterhermsdorfu mám několik známých a občas od nich dostávám i tamnější vlastivědný časopis Botenfrau, takže Vᚠpříspěvek mě naopak velice zaujal. Přeji Vám hodně štěstí. Jiří David
Re: Re: Re: Katrin [katrin 27.4.2009 10:40] | Reagieren
Vazeni pane Jiri,velice Vam dekuji za pochopeni!Hned se mi trochu ulevilo.
Preji Vam tez mnoho stesti a hezky den.
katrin
Re: Re: Re: Re: Katrin [Carlo 3.12.2010 18:00] | Reagieren
Vážená paní Katrin,

ten článek je nádhernej,děkujeme
Re: Katrin [katrin 3.12.2010 22:00] | Reagieren
Vazeni,

tak to mne tesi!Preji Vam a vsem Vam blizkem hezky predvanocni dni
Katrin
Katrin [Václav Hieke 30.12.2010 09:41] | Reagieren
Vážená pani Katrin, děkuji za článek.
O otevření hraničního přechodu usilovali turistické kluby především Krásné Lípy a Rumburka mnoho let. Ale až díky iniciativě radnice Krásné Lípy, Hinterhermsdorfu a Doubic byl přechod slavnostně otevřen 1. října1996. Klub Českých turistů Krásná Lípa ve spolupráci s výše uvedenými, připravil v tento den na přechodu oslavu. Hraniční, místo bylo vyzdobeno, hrála hudby a obě země rozdávali zdarma občerstvení (uzeninu, pivo a víno) z Krásné Lípy až k přechodu účastníky vozil autobus. Každý účastník obdržel dvojjazyčný pamětní list, který k této příležitosti vydal KČT Krásná Lípa.
Sto metru od hraničního přechodu v Temném dole zrekonstruoval v roce 1998 klub pomníček obětí Pochodu smrti.
Asi 1200m. ve směru do Kyjova obnovil v roce 2000 Klub českých turistu Krásná Lípa ve spolupráci s Říšskou bankou v Pirně pamětní desku MUDr. Johana Hilleho (1. předsedy Horského spolku pro severní Čechy)
Václav Hieke předseda OKČT Krásná Lípa.
jména obyvatel ZD [Pavlína Schenelová 28.4.2013 11:00] | Reagieren
Manželův otec se narodil 24.12.1918 v Hinterdaubitz Rose Schenelové Marschnerové,která posléze snad v místě ZD zemřela.Ví někdo o Marschnerových?
Děkuji.Schenelovi,Hodonín
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