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Heiligen (Světce) - Die Geschichte des Klosters und Schlosses Heiligen

Beigetragen: Pavel Frýda

Heiligen wurde zunächst als Kloster gegründet und später zu einem Schloss umgebaut. Die Anlage ist etwa ein Kilometer von Tachau entfernt und man erreicht es zu Fuß durch ein langes sogenanntes Aglain-Tal und der kaiserlichen Allee. Über das Kloster und Schloss werden einige Sagen erzählt. Man geht daher davon aus, dass es bereits in der vorchristlichen Zeit eine Kultstätte war. Der Gründer und Donator des Kirchengebäudes, in dessen Nähe auch der Handelsweg von Böhmen in die Oberpfalz verlief, ist nicht bekannt.

Die Gebäude wurden während der Hussitenkriege schwer beschädigt, später jedoch wieder aufgebaut und gehörten im 16. Jahrhundert zu einem beliebten Wallfahrtsort. Während es 30jährigen Krieges wurde die Kirche verlassen. Der Herr von Tachau Johann Philipp Husmann schenkte es Mitte des 17. Jahrhunderts schließlich dem Orden der Paulaner, die auf dem Gelände ein Kloster erbauen ließen. Wegen der langjährigen Kriege wurde der Konvent erst 1669 beendet, mit dem Bau des Doms begann man 1671, ferig gestellt wurde er 1674 durch Bauherrenwar Simon Panaetius-Pucina.

Nach 113 Jahren löste Kaiser Josef II. das Kloster auf. 1770 erwarb Josef Nikolaus Windischgrätz bei einer Versteigerung die Gebäude. Die Gebeine des Baumeisters und seiner Familie wurden in die nahe gelegene Husman Kapelle oberhalb des Klosters untergebracht. 1857 begann Fürst und kaiserlicher Marschall Alfred I. Windischgrätz, der sich einen Namen als unerbittlicher Gegner des Aufstandes 1848 machte, mit dem Umbau des Areals zum einem Fürstensitz.

Der größte Teil der Barockkirche wurde abgerissen, ein neuer Nordflügel angebaut, erhalten blieb jedoch der Südturm der Kirche. Unterhalb des Schlosses wurde 1858 bis 1861 ein Reitstall im neuromanischen Stil erstellt. Es handelte sich dabei um die zweitgrößte Reitschule im damaligen Österreich. Nach dem Tod des Marschalls 1862, stoppte sein Sohn Alfred II. Nikolaus den weiteren Bau. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte verfallen die Gebäude. Die Husman Kapelle wurde in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts liquidiert. 1956 sollten auch die restlichen Gebäude abgerissen werden, das Vorhaben wurde jedoch aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt. Erhalten blieb zum Teil restaurierte Reitschule, die heute noch zu besichtigen ist.
Preklad: Dieter Pohl

Eingegeben: 5.3.2007



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