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Fugau (Fukov) - Fugau von deutsche Wikipedie

Beigetragen: Jan Novák

Der Name setzt sich aus den Wörtern „Fuge“ und „Au“ ( Spreetal ) zusammen. Fugau hatte eine Gesamtfläche von 286,44 Hektar. Seine Nord-Süd-Ausdehnung betrug ca. 3,6 km und die West-Ost-Ausdehnung 2,25 km. Fugau hatte 1939 736 Einwohner in 143 Häusern. Der ort ist von Sachsen umschlossen und grenzt nur im Süden an die Tschechische
Republik an. Im Norden befindet sich Oppach, im Osten Neusalza-Spremberg, im Westen Taubenheim und im Südwesten Harrachsthal. Der Ort selbst bestand aus Alt- und Neufugau. Bis Schluckenau sind es 5 km und der Ort liegt an der Kreuzung der Straßen Schluckenau-Oppach und Taubenheim-Spremberg. Ab dem 1. Mai 1875 führte die Bahnstrecke Dresden-Zittau durch Fugau, aber es gab keinen eigenen Anschluss. Allerdings wird diese Bahnverbindung wird noch heute benutzt.
Erwerbstätigkeiten
Es gab die Möglichkeit in sächsischen Steinbrüchen und in Neusalzaer und Schluckenauer Webereien und Spinnereien zu arbeiten. Außerdem gab es in Fugau noch die Hausweberei und es bestanden mehrere Bleichen. Der größte Betrieb war die „Mechanische Steinschleiferei und Steinmetzerei“ von Franz Michalicek. Dort wurden Grabmonumente, Kreuze und Denkmäler hergestellt. Zu jedem Haus gehörte ein Acker zur landwirtschaftlichen Nutzung. Allerdings gab es keine Maschinen um diese Felder zu bewirtschaften. Eingekauft wurde in Schluckenau, doch viele sind auch in Sachsen einkaufen gewesen, wo man, wenn man Pech hatte, die Ware verzollen lassen musste. Inoffiziell gab es zwei Währungen in Fugau: Die Reichsmark und die tschechische Krone (1 RM = 8 Kc).
Gastronomie, Feste und Unterhaltung
Es gab 5 Gasthäuser in Fugau. In Neufugau befanden sich die Gasthäuser „Zum Hopfenberg“ und „Zur deutschen Grenze“, in Altfugau „Der goldene Stern“, “Zum Kretscham“ und das „Vereinshaus“. Alljährlich gab es in den Gasthäusern ein großes Schlachtfest. Am Samstag nach Cäcilia (22. November) fand der Cäcilienball im „Vereinshaus“ statt. Am Sonntag darauf gab es die letzte Unterhaltung vor Weihnachten im Hopfenberg“, wo ebenfalls alljährlich ein Konzert des Gesangsvereins „Harmonie“ stattfand. Beliebte Ziele waren, auf sächsischer Seite, der Bieleboh und der Czorneboh und auf böhmischer Seite der Jüttelsberg.
Außerdem besuchte man Kinovorstellungen in Neusalza oder das Theater in Zittau. Große Jubiläen gab es 1871 mit dem Feuerwehrsjubiläum, im Jahr 1974 feierte die Schule ihr Jubiläum und 1887 war die Fahnenweihe des christlich-deutschen Turnvereins. In Fugau gab es 6 vereine: den Veteranenverein, Katholischer Geselligkeitsverein, Freiwillige Feuerwehr, Arbeiter- Turnverein, Turnverein Jahn und den Deutschen Kulturverband.
Pfarrkirche
Eigentlich war Fugau protestantisch, da alle umliegenden Orte auch protestantisch waren. 1697 erfolgte dann die Rekatholisierung und Fugau wurde nach Schluckenau eingepfarrt. 1784 begannen dann die Bauarbeiten der Parrkirche unter dem Baumeister Kresch aus Tetschen.
1788 wurde das Kirchenschiff fertig gestellt, sie wurde zur Pfarrkirche erhoben, dem hl. Wenzel geweiht und Fugau bekam einen eigenen Friedhof.
Das Sanktustürmchen wurde 1823 auf dem Dach der Kirche errichtet und 1864 wurde der eigentliche Kirchenturm erbaut. Auf dem Friedhof wurde 1881 ein Kreuzweg und 1884 ein Ölgarten errichtet. Fugau bekam 1885 eine Orgel von Heinrich Schiffner aus Ceska-Lipa und im selben Jahr malte Johann Birnbaum aus Georgenthal das Bild des Hochaltars. Außer dem Hochaltar gab es zwei kleinere Nebenaltäre und ein Brustbild des hl. Wenzels von Maler Anton Wenzel aus Reichenau. Das Kircheninventar wurde von umliegenden Gemeinden gestiftet. Die Glocken wurden alle durch die Kriege zerstört, aber angeblich soll sich die größte Glocke noch in der Rumbuger Stadtkirche befinden. Jahr für Jahr wurde zu Weihnachten eine Krippe vor dem Altar aufgestellt. Die meisten Krippenfiguren vom Textilarbeiter Kunze angefertigt. Am 23. September 1960 zwischen 20 und 21 Uhr wurde die Kirche gesprengt.
Schule
Um 1760 war die Schule in Fugau in einem Holzhaus untergebracht, doch aufgrund des Lehrermangels wurde meist in Privathäusern unterrichtet. Bis 1884 wurde dann im späteren Wohnhaus 24 unterrichtet. Ab 1885 war die Schule dann zweiklassig, was den Bau einer richtigen Schule erforderte. 1896 wurde die Schule ausgebaut und der untere Teil wurde als Turnhalle genutzt. 1933 gab es dann 3 Klasse. Die 1. Klasse bestand aus dem heutigen Klassenstufen 1 – 3, die 2. Klasse aus den Klassenstufen 4 und 5 und die Abschlussklasse aus den Schuljahren 6 bis 8. Die tschechische Klasse wurde ebenfalls in diesem Gebäude untergebracht. 1934 wurde das 50jährige Jubiläum groß gefeiert. Die Schule wurde wie die Kirche am 23. September 1960 gesprengt.

Eingegeben: 6.5.2008



Kommentar und weitere Informationen


K příspěvku J.Nováka. [Eduard Steun 31.7.2010 04:40] | Reagieren
Autor se ve svém článku zmiňuje o malíři Antonínu Václavovi z Reichenau.Je to Reichenau v Horní Lužici,ale v té části,která po roce 1945 připadla Polsku a dnes město známe pod názvem Bogatynia,česky Bohatyně.
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