EinloggenEinloggen AnmeldenAnmelden  ČeskyČesky
Pechgrün (Smolnice) - Historie

Beigetragen: Pavel Beran

Die erste schriftliche Erwähnung der Ortschaft stammt aus
dem Jahr 1356, in der an einen gewissen Hedenrici de Pethgrun
erinnert wird. Der deutsche Name des Dorfs, Pechgrün,
ist mit dem Sammeln und der Verarbeitung von Pech, auf
Tschechisch „smola”, verbunden. Ende des 18. Jahrhunderts gab
es in Smolnice 67 Häuser, in denen 428 Menschen lebten. Die
höchste Einwohnerzahl in Smolnice wurde bei einer Zählung
im Jahr 1930 verzeichnet, als hier 749 Einwohner lebten. Einen
deutlicheren Aufschwung des Dorfes brachte die erste Hälfte
des 19. Jahrhunderts, als sich in der Umgebung ein breiteres
Angebot an Arbeitsmöglichkeiten bildete – die Chodover
Porzellanfabrik, die ersten Bergwerke, die Mineralbetriebe in
Lipnice, die Steinbearbeitung.
Bis 1960 war Smolnice eine autonome Gemeinde, die von
1949 bis 1960 zum Landkreis Karlovy Vary gehörte. 1960
wurde es Bestandteil der Gemeinde Stará Chodovská und vier
Jahre später wurde es an Chodov angeschlossen. Damals wurde
das Schicksal des Dorfes besiegelt. Die Bergwerke, die eine
Lagerfläche für die riesigen Mengen Lehm und Erdreich aus
dem Bergwerk Georg brauchten, begannen mit dem Aufkauf
von Smolnicer Gebäuden und das Dorf begann sich allmählich
zu entvölkern. Eine Zählung der Einwohner und Häuser im
Jahr 1970 verzeichnete nur noch ein Haus und vier Einwohner.
An der Stelle des ehemaligen Dorfes Smolnice befindet sich
heute die ausgedehnte Smolnicer Halde, die den Charakter
der hiesigen Landschaft für immer verändert hat. Tausende
Kubikmeter Lehm verdeckten auch eine Reihe von Teichen,
die Jahrhunderte lang zur Umgebung dieses verschwundenen
Dorfes gehörten. Zwischen Smolnice und Chodov waren dies
Mitte des 19. Jahrhunderts die Teiche Seeteich, Herrenteich,
Frauenteich, Mukerteich, Neuhainzelteich, Strassenteich und
Neustarkenteich, in denen Fische gezüchtet wurden. Der Unterschied
im Aussehen der Umgebung von Smolnice in den
sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts und an dessen Ende ist
am besten in den Kartenausschnitten aus diesem Gebiet zu
sehen.
In der lokalen Terminologie blieb die Erinnerung an die Gemeinde
Smolnice erhalten, wenn auch heutzutage im Gespräch
der Chodover der „Smolnicer Hügel“ genannt wird, am häufigsten
in Verbindung mit Sport und Freizeit. Viele von ihnen
ahnten bisher wahrscheinlich nichts vom Zusammenhang
zwischen diesem Namen und der verschwundenen Ortschaft.
(Quelle: „I tudy kráčely dějiny”, Vladimír Prokop st. [Auch hier
hinterließ die Geschichte ihre Spuren, Vladimír Prokop sen.])

kniha: ZANIKLÁ MÍSTA CHODOV




Eingegeben: 14.2.2015



Kommentar und weitere Informationen


Kein Datensatz

 Kommentar und weitere Informationen
Name:
E-mail:
Pokud chcete automaticky zaslat odpovědi, uveďte Vaší emailovou adresu (v platném tvaru např. ja@seznam.cz). V rámci antispamové ochrany nebude Váš email nikde zobrazen. Poslouží pouze pro automatické zaslání odpovědí na Váš příspěvek.
Thema:
Kommentar/Präzisierung:  
V rámci ochrany proti spamovým příspěvkům opište číslo 55 do následujícího políčka:

   





Více informací ZDE

Trocha reklamy na podporu webu:
TOPlist